Mona Göbel

Jahrgang 1964

Berufung als Beruf

Im Jahr 1983 ging es bei mir los. Mit Besuchen in Tierheimen und ehrenamtlichen Tätigkeiten. Natürlich hatten es mir die Hunde angetan, obwohl ich als Kind von unserem Dackel mehrfach gebissen wurde. Vielleicht hatte ich auch aus diesem Grund ein besonderes Händchen für Hunde. Schnell war klar, dass kein Hund so problematisch war, als dass er sich mir nicht hätte anvertrauen können.

Zu dieser Zeit gab es noch keinen besonderen Berufszweig für Hundeerzieher und Verhaltensberater (Hundetrainer) also beschloss ich eine Umschulung zur Tierpflegerin zu absolvieren. Haus- und Versuchstierpflege war mein Wunsch, aber es waren damals sehr, sehr wenige Ausbildungsplätze vorhanden und so landete ich im Zoo und wurde Tierpflegerin Fachrichtung Zootierpflege. Beide Ausbildungsgänge (Haus- und Versuchstierpflege sowie Zootierpflege) verliefen in einem gemeinsamen Blockunterricht und somit war mein Wissensdurst gestillt.

Noch vor meinem Abschluss im Jahr 1994 erkrankte ein sehr lieber Kollege von mir schwer. Ich wollte so gerne für ihn einen Therapie-Begleithund ausbilden, denn er vermisste die Tiere „seine“ Tiere im Zoo. Also beschloss ich noch zusätzlich eine Ausbildung zur Hundeerzieherin und Verhaltensberaterin zu absolvieren. Leider verstarb mein Kollege, bevor ich für ihn tätig werden konnte. 

Zu Beginn arbeitete ich nebenberuflich für Mensch und Hund. Gleichzeitig nutzte ich die Zeit, um viele Fortbildungen, vor allem aber Praktika in anderen Hundeschulen zu absolvieren. Dann entschied ich, diesen Beruf und somit meine Berufung hauptberuflich und in Vollzeit durchzuführen.

Im Jahr 2000 machte ich mich mit meiner ersten eigenen Hundeschule selbständig. Seit dieser Zeit arbeite ich in Vollzeit mit und für Mensch und Hund und mit unglaublich viel Freude, Spaß und Erfolg. Im Jahr 2000 kam auch meine erste Harzer Fuchs Hündin in mein Leben. Wohl dem der erkennt, wie viel er von Hunden und von seinem eigenen Hund lernen darf und kann.

Ich lebe was ich lehre. Hunde sind immer individuelle Persönlichkeiten, kommunizieren gerne und arbeiten gerne mit ihrem Menschen (Kopfarbeit). Verursachen Hunde Probleme, dann haben sie immer auch welche. Ist die Ursache gefunden lassen sich Problematiken nachhaltig auflösen.

Bundesweit lernte ich durch den § 11 8. f Tierschutzgesetz sehr viele professionelle, intelligente engagierte und nette Kolleginnen und Kollegen kennen aus denen sich der Berufsverband Pro Hunde bildete. Diesem habe ich mich sehr schnell angeschlossen, da er unglaublich aktiv, kollegial und innovativ ist. 

Ich bin stolz, dass ich jetzt Vorsitzende der Region Nord geworden bin und den Verband so in seinem Tun unterstützen kann. Haben Sie Fragen zu mir oder dem Verband, melden Sie sich gerne!

 

  

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