Kristine Grüttner

Jahrgang 1958

 

Zurzeit begleiten mich 4 eigene  Hunde durch mein Leben.

 

Als gelernte Zahnarzthelferin habe ich 7 Jahre nach meiner Ausbildung weiter in diesem Beruf gearbeitet. Nach der Geburt meines Sohnes wechselte ich in eine gesetzliche Krankenkasse, in der ich  17 Jahre als Sachbearbeiterin tätig war.

 

Aufgewachsen bin ich mit vielen Tieren, die immer eine große Rolle in meinem Leben spielten und auch spielen werden. Neben meinen Katzen bekam ich mit  12 Jahren  meinen ersten eigenen Hund, eine Spitz/Terrier Mischung vom Bauernhof. Ab da verbrachte ich jede freie Minute mit meinem Hund Molli, die  viele Jahre mein Herz erfreute.

Ohne Hunde wäre mein Haushalt undenkbar gewesen, natürlich waren meine Hunde  Familienhunde, Ansprechpartner, Seelentröster und gute Freunde.

 

Zu meiner Kinderzeit machte sich noch niemand Gedanken über das Verhalten und die Erziehung von Hunden. Eigentlich lief alles gut im Zusammenleben mit den Tieren, bis mein damaliger Schäferhund Rex im Alter von 6 Monaten einzog, den ich als Scheidungsweisen übernahm.

Rex forderte mich ganz besonders, er war ein Angstbeißer und miserabel geprägt und sozialisiert. Nachforschungen seiner Herkunft betreffend, ergaben, dass er auf einem Schrottplatz geboren war, nicht gerade ideale Startbedingungen für ein junges Hundeleben.

Auf der Suche nach kompetenter Hilfe für meinen Schäferhund schaute ich mir zunächst Hundevereine in der Umgebung an. Die Art und Weise, wie da mit Hunden gearbeitet wurde, überzeugte mich nicht und mein Bauchgefühl sagte mir, dass es noch etwas anders geben muss. Auf Empfehlung wandte ich mich an eine Hundeschule, in der ich die Arbeit mit positiver Motivation und Marker kennen lernte.

Nachdem ich auf einem Hundesymposium der Wolfwinkler Hundetage die Bekanntschaft mit dem Kynologenehepaar Helga und Dieter Fleig machte, übernahm ich einen Welpen, den ich für die Arbeit mit Behinderten vorbereitete. Ab da erfasste mich ein Virus, mein Wissen über Hunde und deren Verhalten gegenüber Artgenossen und Menschen zu vertiefen.   Meine kynologische Bibliothek wuchs von Monat zu Monat. Meine Odyssee durch Hundevereine, Hundeschulen zu Hundetrainern und Seminaren begann. Ich lernte vielfältige Trainingsmethoden kennen, auch diese, die nicht mit meiner Philosophie vereinbar waren.

 

Ab dieser Zeit nahm ich auch immer mal wieder Hunde von Freunden und Hunde aus der damaligen Hundeschule in Urlaubspflege. Bald sprach sich herum, dass die Hunde während der Anwesenheit bei uns in der Familie integriert wurden. Schon nach kurzer Zeit wurde unser Einfamilienhaus zu klein und wir zogen um auf einen großen Bauernhof.  Nachdem meine Pensionskunden mich baten  auch Hundetraining anzubieten, eröffnete ich 1999 meine eigene Hundeschule und Pension.

 

Viele Jahre war ich auch  aktiv im Tierschutz für Auslandshunde tätig, nahm viele Tierschutzhunde aus dem In-und Ausland bei mir auf, um sie weiter zu vermitteln.  Durch die unterschiedlichen Rassen und individuellen Charaktere lernte ich viele Hundepersönlichkeiten und  „Problemfelle“ kennen. Diese spornten mich an, damit diese Hunde wieder in die Gesellschaft integriert werden konnten.

 

Aus familiären Gründen bin ich vor 8 Jahren zu meinem Sohn und dessen Familie gezogen, habe die Pension aufgegeben und eröffnetet in Salzgitter meinen Hundeplatz unter dem Namen Hundeschule-Grüttner. Auch heute sehe ich meinen Beruf als Berufung an und arbeite gern mit Hunden und ihren Menschen zusammen.

 

Regelmäßige Seminare, Vorträge und Schulungen über neueste wissenschaftliche Forschungsergebnisse und der Austausch mit Wissenschaftlern und Berufskollegen sind deshalb für mich selbstverständlich, damit eine qualitativ hochwertige und zeitgemäße Ausbildung für Mensch und Hund angeboten werden kann. Außerdem macht das Weiterbilden und Vertiefen von bereits erlangten Kenntnissen im Hundebereich zu viel Spaß, als dass ich irgendwann damit fertig sein könnte.

 

Aus den unterschiedlichsten Erfahrungen bezgl.der Erlaubniserteilung zum Paragraphen 11 Abs. 1 Ziffer8f Tierschutzgesetz lernte ich viele engagierte Kollegen kennen. Dadurch entstand meine Motivation diesen Verband beizutreten, unterstützend tätig zu sein, sich für  die Interessen und Bedürfnisse seiner Mitglieder einzusetzen und das vielfältige, facettenreiche Berufsbild nach außen zu vertreten.

 

 

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