für Berufsinteressierte

Mona

Sie wollen Hundetrainer werden?

Der Verband professioneller Hundetrainerinnen und Hundetrainer e. V. („pro-Hunde“) freut sich erst einmal, dass Sie sich für die Arbeit an Mensch und Hund begeistern können.

Da es bisher aber den anerkannten Beruf des Hundetrainers nicht gibt, gibt es auch keine gesetzlichen Vorgaben, die man erfüllen muss, um als Hundetrainer arbeiten zu können.

Durch eine Änderung im Tierschutzgesetz besteht seit dem 13.7.13 jedoch im §11 Abs. 1 Ziffer 8f Tierschutzgesetz (TierSchG ) die Vorschrift:
„Wer … für Dritte Hunde ausbilden oder die Ausbildung der Hunde durch den Tierhalter anleiten will, bedarf der Erlaubnis der zuständigen Behörde.“

Dieser kleine Satz schafft nun seit über 2 Jahren Verwirrung bei fast allen Ämtern, da durch das Bundesministerium keine verbindlichen Zulassungsvoraussetzungen speziell für diese Tätigkeit definiert wurden. Während die Veterinärämter, die für die Umsetzung verantwortlich sind schreiben, dass sie an Vorgaben gebunden sind, behauptet das Bundesministerium das Gegenteil und verweist wiederum auf die eigene Zuständigkeit der einzelnen Landkreise. Dazwischen sitzen dann noch die Aufsichtsbehörden in den Ländern, die ein Übriges zur Verwirrung durch Erlasse beitragen.

Es sind jedoch in der Allgemeinen Verwaltungsvorschrift zur Durchführung des Tierschutzgesetzes (kurz AVV) unter der Ziffer 12 alle wesentlichen Vorschriften aufgeführt, so dass die Angaben des Bundesministeriums eigentlich stimmen.

Während nun viele Hundetrainer die Prüfung bei den Tierärztekammern oder bei den Industrie- und Handelskammern ablegen bzw. abgelegt haben, wehren sich auch viele Hundetrainer gegen diese Prüfung, die eigentlich als Fortbildungsprüfung (und „Qualitätsmerkmal“) geschaffen wurde, also damit nicht den Forderungen des Gesetzgebers nach einem „Mindestmaß der Sachkunde“ entsprechen.

Hundetrainer haben in der Vergangenheit ihre Ausbildung

– bei einem der vielen Ausbildungsbetriebe in Deutschland oder in benachbarten Ländern abgelegt,

– bei überregional bekannten Ausbildungsstellen oder regional bekannten Ausbildungsstellen,

– bei anderen Vereinen und Verbänden (VDH; DJV; IRJGV usw.) absolviert

Aber leider auch keine Ausbildung durchlaufen.

Grundsätzlich ist die Ausbildung bei einem Ausbildungsträger im Rahmen einer
– Vollzeitausbildung
– berufsbegleitenden Ausbildung aber
– auch durch Fernstudium mit begleitenden Praxisausbildungen in ausgewählten Hundeschulen möglich.

Welcher Ausbildungsträger ist geeignet?

Wenn es sich um keinen Ausbildungsträger handelt, dessen Ausbildung seitens der Veterinärämter das Fachgespräch ersetzt, sollte sichergestellt sein, dass während der theoretischen Ausbildung alle Themen behandelt werden, die zum Bestehen des Fachgesprächs (das kann eine schriftliche, mündliche und praktische Überprüfung des zuständigen Veterinäramtes sein) befähigt. 
Inhalte des Fachgesprächs sind in der Ziffer 12.2.2.3 der AVV aufgeführt:
– die Biologie der entsprechenden Tierart/Tierarten,
– Aufzucht, Haltung, Fütterung und allgemeine Hygiene,
– die wichtigsten Krankheiten der betreffenden Tierarten,
– die einschlägigen tierschutzrechtlichen Bestimmungen.

Da aber der Hauptteil unserer Tätigkeiten die praktische Arbeit mit Mensch und Hund ist, sollte während der Ausbildung auch ein wesentlicher Teil in diesem Bereich erfolgen.

Dazu gehören dann u.a. die Themen:
1. Hundeverhaltensbeobachtung, -analyse und -bewertung
2. Aufbau und Durchführung des Unterrichts
3. Gesprächsführung mit Kunden

Viele Ausbildungsträger bieten darüber hinausgehende Inhalte an. 

Dieses ist der Ist-Stand. Langfristig möchte „pro-Hunde“ die Anerkennung des Berufs als Hundetrainer lt. Berufsbildungsgesetz erreichen.

Falls Sie darüber hinaus noch Fragen haben, wenden Sie sich bitte an unsere Regionalbeauftragten:

Nord:    N.N. (1_vorsitz@pro-hun.de)
Mitte /West:     Andreas Wirth / Jennifer Jäckel (region_mitte_west@pro-hun.de),
Ost:       Petra Scheer / Ann-Kari Sieme (region_ost@pro-hun.de)
Süd:       N.N. (1_vorsitz@pro-hun.de) / Kathrin Wörner (region_sued@pro-hun.de)