5. Newsletter Berufsverband Professioneller Hundetrainer

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Newsletter Nr. 5 

Hundeschulen im Internet

Seit einigen Jahren besuche ich häufiger die Seiten von Kolleginnen und Kollegen im Internet. Dabei fallen mir immer wieder Fehler auf, die von den Mitbewerbern oder der Verbraucherzentrale abgemahnt und sogar von den Ordnungsbehörden mit Bußgeldern verfolgt werden könnten.

Ein häufiger Fehler ist beispielsweise folgender: Der § 13 Abs. 7 Telemediengesetz (TMG) schreibt vor, dass personenbezogene Daten bei der Verwendung von Kontaktformularen durch ein anerkanntes Verschlüsselungsverfahren (z. B. SSL- Verschlüsselung) zu schützen sind. Diese Verschlüsselung kann bei dem jeweiligen Provider meist online beantragt werden. Einige bieten dieses kostenlos an, andere verlangen dafür geringe Gebüren. Der positive Nebeneffekt dabei ist zudem noch, dass bei Google die Seite im SEO-Ranking hochgestuft wird. Erkennbar sind geschützte Seiten durch den Beginn der URL mit https:// statt http://. weiterlesen

Die Themen in dieser Ausgabe:

  •  Hundeschulen im Internet, Hajo Czirski 

  • Vorstellungen Regionalleiter Neu

  • Region Nord Vorsitzender Vertretung Holger Krzywda

  • Themen: Wie viel Angst muss sein?, Ana Hesse

  • In eigener Sache – Newsletter, Petra Scheer

 

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4. Newsletter Berufsverband Professioneller Hundetrainer

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Newsletter Nr. 4 

Hundeführerschein

Im letzten Newsletter hatten wir über die möglichen Aufgaben eines Berufsverbandes informiert. In dieser Ausgabe erläutern wir, warum es auch Themen und Bereiche gibt, die nicht wirklich in den Aufgabenbereich eines Berufsverbandes gehören.

Zu diesen Themen zählt unter anderem der „Hundeführschein“. Wir gehen daher der Frage nach, warum ProHunde als Berufsverband keinen Hundeführschein anbietet.

Zu Beginn müssen wir uns die Frage stellen, ob es die Aufgabe eines Berufsverbands ist, von sich aus eine Prüfung anzubieten, die in ihrer Kernforderung zu den Aufgaben des Staates oder der Länder gehört – vergleichbar wie beim Autoführerschein: weiterlesen

Die Themen in dieser Ausgabe:

  •  Hundeführerschein, Hajo Czirski und Frauke Sondermann-Wiedmann

  • Vorstellungen Regionalleiter Neu

  • Region Ost Vorsitzende Vertretung Ann Kari Sieme

  • Bericht vom Stammtisch der Region Mitte-West, 19. Juni 2017, Jennifer Jäckel

  • Bericht vom 6. Hundetag im Berliner Tierpark, 24. und 24. Juli 2017, Rainer Burisch

  • Kollegen und Kolleginnen stellen sich vor: Sandra Schöneich

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3. Newsletter Berufsverband Professioneller Hundetrainer

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Newsletter Nr. 3 

ProHunde“ ist ein Berufsverband – doch was kennzeichnet einen „Berufsverband“?

ProHunde  vertritt die berufsständischen Interessen aller Hundetrainerinnen und -trainer. Dabei ist unser Verband methodisch offen. Zum besseren Verständnis, warum dies so ist, betrachten wir andere, teils sehr alte Berufsverbände und deren Voraussetzungen für eine Mitgliedschaft: weiterlesen

Die Themen in dieser Ausgabe:

  •  Was kennzeichnet einen Berufsverband, Hajo Czirski

  • Vorstellungen Regionalleiter Neu

    • Region Nord Vorsitzende Mona Göbel

    • Region Süd Vorsitzender Peter Stanberg, Vertretung Konstantin Schorr

     • Region Mitte-West, Vertretung Jennifer Jäckel

  • Kind und Hund allein unterwegs, Kids & dogs Schaumburg, Ana Hesse
  • Seminare – Vorträge – Workshops – Weiterbildungen, canis major in Norddeutschland

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2. Newsletter Berufsverband Professioneller Hundetrainer

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Newsletter Nr. 2 

ProHunde, Kurzbericht von der Jahreshauptversammlung 2017

Pünktlich im vergangenen Jahr wurde zur Jahreshauptversammlung am 19.02.2017 in Lohfelden als ungefähre Mitte Deutschlands gerufen.

Bereits vor dem offiziellen Teil genossen die meisten der Teilnehmer/innen das leckere Brunchbuffet am Autohof und konnten sich, da meist nur durch das WWW bekannt, endlich persönlich kennenlernen, austauschen und herzhaft lachen.

Das offizielle Programm war prall gefüllt und mit der obligatorischen akademischen Viertelstunde Verspätung startete die wichtigste Versammlung unseres Berufsverbandes mit 14 Tagesordnungspunkten. Ersten Applaus gab es nach Verlesen des Jahres- und Geschäftsberichts des vergangenen Jahres für die tollen Ergebnisse aus der Verbandsarbeit und die sehr guten Zahlen in den Bereichen Mitgliederzuwachs und Finanzwesen. 

Die nötigen Abstimmungen über Änderungen der Geschäftsordnung und Wahl vakanter Positionen im erweiterten Vorstand verliefen zur vollsten Zufriedenheit aller Teilnehmer/innen.

Dank der stetigen Arbeit des Vorstands in Richtung Politik ist der Berufsverband professioneller Hundetrainerinnen und -trainer mittlerweile weithin bekannt und zur Mitarbeit in ersten Projekten gebeten worden. Diese wurden der Versammlung vorgestellt und mit großer Zustimmung honoriert. 

Die Themen in dieser Ausgabe:

  • Jahreshauptversammlung Hajo Czirski
  • Welcher Preis ist angemessen? Hajo Czirski
  • Seminare | Vorträge Ulla Bergob, Katharina Queisser
  • Giftköder Martina Lobenhofer
  • Termine

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1. Newsletter Berufsverband Professioneller Hundetrainer

Newsletter lesen: Newsletter201701

Der erste Newsletter von „pro Hunde“!

Wir freuen wir uns natürlich, wenn er Ihnen gefällt, Sie die Informationen hilfreich finden und Sie zudem auch noch neugierig auf unseren Verband „pro Hunde“ werden.

Obwohl wir der jüngste Verband für Hundetrainer sind –  wir haben uns 2015 gegründet – haben wir inzwischen schon weit über 150 Mitglieder. Im Gegensatz zu allen anderen Verbänden kann bei uns jeder Mitglied werden, der als gewerbsmäßiger Hundetrainer oder in einer Hundeschule tätig ist. Weitergehende Forderungen werden nicht erhoben, denn wir haben als Ziel, uns für alle Mitarbeiter in dem Gewerbe einzusetzen.

Die Mitgliedschaft im Berufsverband „pro Hunde“ steht nicht im Widerspruch zur Mitgliedschaft in anderen Verbänden. Schließlich sind wir kein spezieller methodisch orientierter Verband, sondern verstehen uns als eine Berufsvertretung für alle Hundetrainerinnen und Hundetrainer. 

Und selbstverständlich freuen wir uns immer über kollegialen Zuwachs!

Die Themen in diesem Newsletter:

  • Grußwort Hajo Czirski
  • Jahreshauptversammlung 2017 Ixe D. Schäfer
  • Der sicherste Weg zum eigenen Hundeplatz Hajo Czirski
  • Buchvorstellung: Christine Holst Warum tut der Hund, was er tut?
  • Der Hund im Winter Ixe D. Schäfer
  • Termine

Neugierig geworden? Dann finden Sie hier den kompleten Newsletter:
Newsletter201701

Newsletter Nr. 1 ProHunde

 

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Zweiklassengesellschaft: Sind Hundetrainer qua Gewerbeanmeldung Tierquäler?

PRESSEMITTEILUNG

Download: 170109 Pressemitteilung

Sauensiek, 09.01.2017

Zweiklassengesellschaft: Sind Hundetrainer qua Gewerbeanmeldung Tierquäler?

Diesen Eindruck musste man beim Lesen der Begründung für eine Gesetzesänderung im Tierschutzgesetz vor über 2 Jahren gewinnen. Denn damals wurde in einem Änderungsvorschlag des Bundesrates durch einen kleinen Zusatz in einer vom Bundestag beabsichtigten Änderung im Tierschutzgesetz dem Berufszweig der Hundetrainer unterstellt, dass selbige aus finanziellen Gründen quasi gezwungen wären, tierschutzwidrig zu arbeiten. Aus eben diesem Grunde müsse ihre Tätigkeit tierschutzrechtlich kontrolliert und unter Erlaubnisvorbehalt gestellt werden. Wenn man den Kommentaren der Verantwortlichen in den Ministerien folgt, dann gilt dies auch für diejenigen gewerblich tätigen Hundetrainer, die ihre Tätigkeit bereits seit vielen Jahren professionell, sachkundig und ohne irgendwelche Beanstandungen ausüben. 

 

Obwohl es bis heute keinerlei berufliche (Ausbildungs-) Vorgaben gibt, wird durch das Tierschutzgesetz ein Sachkundenachweis verlangt, der in der Umsetzung durch die Veterinärämter allzu oft als große dreiteilige Berufsprüfung daherkommt. Diese merkwürdigerweise “Fachgespräch” genannte, vom Umfang eher einer beruflichen Abschlussprüfung ähnelnde Prüfung, geht weit über den gesetzlich geforderten Sachkundenachweis eines Mindestmaßes an Kenntnissen den Tierschutz betreffend. Zudem betragen die Kosten zur Erlangung dieses Nachweises teils bis zu 1500 €, unerwartete und nicht einkalkulierte Ausgaben für Kleinunternehmer. 

 

Selbst der starke Widerstand vieler engagierter und vor allem langjährig tätiger sachkundiger Hundetrainer gegen u. a. den unqualifizierten Vorwurf im Zusammenhang mit dem Begriff Tierquälerei1, führte zu keiner Änderung; dass Personen, die bisher nie auffällig wurden, teilweise mehr als ihren Monatsverdienst für den Nachweis ihrer Fähigkeiten zahlen sollten, interessierte die Ämter ebenfalls nicht. Tierärzte, teils frisch für die Überprüfung geschult bzw. gar nicht im Bereich des Hundetrainings tätig, sind die nun zuständigen “Kontrolleure” der Hundetrainer. 

 

1 „Dabei liegt die Annahme zugrunde, dass das Risiko für Tierschutzverstöße aufgrund des Gewinnstrebens bei gewerblichen Betreibern höher ist,“ aus einem Schreiben der MdB Gerda Hasselfeldt vom 14.08.14 Der Tierschutz erfordert dieses! 2 

Dabei waren es ja genau diese gewerblich tätigen Hundetrainer, die sich seit den frühen 90er Jahren von gewalttätigen Erziehungsmethoden abgewandt hatten und endlich intelligente, tiergerechte und auf Starkzwang verzichtende Trainingsmethoden eingeführt und populär gemacht hatten. Doch was müssen diese Menschen heute lesen: Es wird von der Bunderegierung ein Gesetz für den Nachweis der Sachkunde von Maklern und Hausverwaltern beschlossen. Dazu werden genaue Vorschriften in der Gewerbeordnung (§ 34 c) verfasst, die den Zugang, aber auch für bereits in dem Bereich Tätige, die Voraussetzungen für ihren Verbleib genauestens vorschreiben. Eine vergleichbare Regelung zum Schutz des Gewerbes bei Hundetrainern gibt es nicht. Dort wurde alles in einem von Tierärzten ausgearbeiteten Schreiben vorgegeben, schnell und ohne Zusammenarbeit mit der betroffenen Berufsgruppe. Eine gesetzliche Regelung in der Gewerbeordnung war von den Hundetrainern und Hundeschulen auch erwartet worden, weil eine Selbstverständlichkeit bei solchen Neuregelungen. Liegt der Unterschied zu anderen Gewerben vielleicht darin, dass der Nationale Normenkontrollrat bei den Hundetrainern umgangen wurde? Oder dass die Hundetrainer keine Lobby haben, wie andere Berufsgruppen, die auch in den Bereich drängen? Warum ist die Tätigkeit eines gewerbsmäßigen Hundetrainers weniger schützenswert? Warum erfährt sein Gewerbe keinen Schutz durch Politik oder IHK? Wenn dem Berufsstand vermeintliche Neigung zur Tierquälerei unterstellt wird, sind dann auch Politiker der Meinung, dass andere Berufsgruppen ebenso verdächtigt werden müssen – alles Tierquäler, Betrüger und Abzocker?! Fairness und Bürgernähe sehen anders aus! Am 11.1.17 um 13:30 Uhr finden drei Verhandlungen von Hundetrainerinnen vor dem Verwaltungsgericht München statt. Wir sind gespannt, ob diese Ungleichbehandlung auf vor Gericht Bestand hat. 

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2 "Wenn der Bundesgesetzgeber einen Bestandsschutz für bereits tätige Hundetrainer beabsichtigt hätte, hätte er das ausdrücklich im Tierschutzgesetz vorgesehen … Darüber hinaus garantiert eine langjährige Tätigkeit nicht automatisch, dass die betreffende Person die für die Tätigkeit erforderlichen fachlichen Kenntnisse und Fähigkeiten hat." aus einer schriftlichen Anfrage im Bayerischer Landtag, Drucksache 17/8925 vom 18.12.2015, Antwort 1 a

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Rechtliches – Für alle Hundetrainer

Wichtig für alle Hundetrainer:

Informationen zu Auflagen in der Erlaubnis nach § 11 Abs. 1 Ziffer 8 f TierSchG

Seit Einführung der Erlaubnispflicht bestehen große Unsicherheiten in Hundetrainerkreisen aufgrund der vielfältigen Auflagen in den erteilten Erlaubnissen.
Der Verband professioneller Hundetrainerinnen und Hundetrainer „pro Hunde“ möchte darauf hinweisen, dass bestimmte, von den Veterinärämtern gemachte Auflagen in der Erlaubnis nach § 11 Abs. 1 Ziffer 8 f TierSchG aus unserer Sicht zunächst jeglicher rechtlichen Grundlage entbehren.
Auflagen dieser Art wurden von den betreffenden Ämtern bisher nicht mit rechtlich nachvollziehbaren Darlegungen untermauert. Verweise auf Veröffentlichungen der TVT e.V. (Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz e.V.) stellen keine rechtliche Basis dar, die Verbindlichkeit bedeutet.
Eine dieser fraglichen Auflage behandelt beispielsweise die Dokumentationspflicht für Hundetrainer.

Wichtig zu wissen ist: Wenn eine Auflage zunächst in einer Erlaubnis steht, dann ist diese grundsätzlich erst einmal zu beachten, solange kein Widerspruch o. ä. eingelegt worden ist.
Sie müsste nur dann nicht beachtet werden, wenn sie offensichtlich gegen bestehende Gesetze verstößt und zu rechtswidrigem Handeln verpflichtet. Dieses ist aber bei der Auflage zur Dokumentationspflicht nicht der Fall, da von den Ämtern zunächst stringent argumentiert wird. Dadurch entsteht der Eindruck der Rechtskonformität und damit einer verpflichtenden Bindung an die Auflage. Bei genauerer Betrachtung, auch von datenschutzrechtlicher und juristischer Seite, wird klar: Es ist nur nicht offensichtlich rechtswidrig, wie durch Widersprüche von Gerichten und Datenschützern bereits bestätigt wurde.
Im Falle der Auflage zur Dokumentationspflicht hat z. B. das VG Berlin gerügt, dass diese nicht zulässig sei. Dieses rechtskräftige Urteil hat aber keinerlei bindende rechtliche Bedeutung für andere Verfahren oder Anträge. Es kann maximal als Orientierung oder richtungsweisend gewertet werden.
Das kennen wir aus anderen Bereichen ja zur Genüge.

Zu den kritisierten Auflagen gehören neben der Dokumentationspflicht auch:

  • die Impf- und Entwurmungspflicht bei Besuch der Hundeschule,
  • die ständige Anwesenheitspflicht des Erlaubnisinhabers,
  • das Verbot bestimmter, nicht offiziell gesetzlich verbotener Ausbildungshilfen (Ausnahme: Elektroreizgerät), usw.
  • und natürlich auch die verpflichtende Teilnahme an einer „anerkannten Ausbildung“ u. a. bei der IHK und TÄK oder an einer Prüfung.


Rechtlich noch nicht ganz geklärt ist nun die Frage, inwieweit derlei Auflagen (ohne rechtliche Grundlage, ohne offensichtliche Rechtswidrigkeit, aber mit bestehenden, nicht bindenden Urteilen) tatsächlich von den Hundetrainern befolgt werden müssen!? Wir weisen darauf hin: Wurde beim Amt keine Änderung beantragt, fristgerecht Widerspruch eingelegt o. ä. sollten die Auflagen zunächst umgesetzt werden, da Verstöße nachteilig ausgelegt werden können!


Dazu ein Beispiel:
Eine Trainerin hat in ihrer zeitlich befristeten Erlaubnis die Auflage, bis zum Ende der Befristung die Prüfung bei der IHK oder TÄK abzulegen. Es wurden in ihrem Fall bis zum Ende der Widerspruchsfrist (1 Monat) keine Rechtsmittel gegen diese Auflage eingelegt.
Damit wurde der Bescheid rechtskräftig – zunächst unabhängig davon, ob eine Rechtsgrundlage bestand. Die Erlaubnis lief, durch Nichtbeachtung der Auflage, demnach automatisch zu dem Termin aus, obwohl hier zwischenzeitlich einige Beschlüsse erfolgten, die dieser Auflage widersprachen.

Wer sichergehen möchte, dass ein Nichtbefolgen der entsprechenden Auflagen in seiner Erlaubnis auf Dauer keinerlei Nachteile birgt, sollte im Rahmen der Widerspruchsfrist Rechtsmittel einlegen. Jedoch kann auch nach Ablauf dieser Frist mit Hinweis auf die entsprechenden Urteile ein (Änderungs-) Antrag gestellt werden, in dem zur Streichung der entsprechenden Passagen aufgefordert wird. Falls diesem nicht stattgegeben würde, steht einem auch hier der Rechtsweg offen. Aber die Auflagen würden damit nicht rechtswirksam werden.

Eine andere Möglichkeit wäre, das zuständige Veterinäramt mit den Hinweisen auf die Urteile zu bitten, diese Auflagen in dem alten Bescheid aufzuheben.

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Wenn Ärzte Pädagogen prüfen und niemand sich wundert

PRESSEMITTEILUNG

Download: 161025-pressemitteilung-3

Sauensiek, 20.10.2016

Wenn Ärzte Pädagogen prüfen und niemand sich wundert – dann sprechen wir über Tierärzte und Hundetrainer 

Seit gut zwei Jahren befinden in Deutschland Tierärzte darüber, welche Qualifikationen Hundetrainer brauchen, um ihren Beruf tierschutzkonform ausüben zu können. Veterinäre legen Kriterien zur Überprüfung von Hundetrainern fest, ernennen sich selbst zu Sachverständigen, verdienen eine Menge Geld mit den Überprüfungen selbiger und sind trotz mangelnder bis gar keiner Berufserfahrung selbst stets sachkundiger als Hundetrainer mit mehr als 20 Jahren Berufserfahrung und zahlreichen Fortbildungen. Glauben Sie nicht? Ist aber so. 

Im August 2014 trat ein geändertes Tierschutzgesetz in Kraft. Eine wesentliche Neuerung war: gewerbsmäßig arbeitende Hundetrainer mussten ab sofort eine Erlaubnis des zuständigen Veterinäramtes vorweisen. Ziel des Gesetzes war vordergründig, ein Mindestmaß an Sachkunde unter Hundetrainern sicher zu stellen und tierschutzwidrige Trainingsmethoden zu verhindern. 

Warum dieses Gesetz nur gewerbsmäßige Hundetrainer betrifft, nicht jedoch die zahlenmäßig viel stärker vertretenen Hundetrainer der Vereine, konnten die beteiligten Ministerien trotz intensiver Nachfrage bis heute nicht erklären. Dies macht vor allem deshalb stutzig, weil viel häufiger Vereinstrainer als Hundeschultrainer wegen tierschutzrechtlicher Ausbildungsmethoden, z. B. durch den Einsatz von verbotenen Elektroreizgeräten und ähnlichem aufgefallen sind. 

Fast ein Jahr nach Inkrafttreten des Gesetzes wurde im Mai 2014 ein Be-schluss einer von Tierärzten dominierten Arbeitsgemeinschaft der Länder veröffentlicht, der Handlungsvorgaben zur Umsetzung der Erlaubniserteilungen für die unteren Veterinärbehörden enthielt. Nun sollten alle Hundetrainer, auch diejenigen, welche über jahrzehntelange Berufserfahrung verfügten, ein sogenanntes Fachgespräch, bestehend aus einem schriftlichen, mündlichen und praktischen Teil absolvieren. Gegen die Aufforderung zur Teilnahmen an die-sen Prüfungen wehrten sich viele Hundetrainer durch die Einlegung von Rechtsmitteln. 

Die Gründe für die Gegenwehr waren folgende: 

1. Immense, teils unüberschaubare Kosten. 

2 Ungleichbehandlung durch die verschiedenen Veterinärämter, da es keine verbindlichen Vorgaben seitens des Gesetzgebers gibt. 

3. Prüfungsbewertung (Praxis) stark abhängig von der Trainingsphilosophie der Prüfer, Ungleichbehandlung und unrechtmäßige Eingriffe in die Berufsfreiheit. 

4. Zum Teil keine Anerkennung vorhandener Aus- und Fortbildungen. 

5. Festlegung der Prüfungsinhalte durch Veterinäre, nicht durch Hundetrainer, daher teils irrelevante Inhalte und falsche Schwerpunktsetzungen. 

6. Einseitige Bevorzugung bestimmter Prüfungen, bei denen Tierärzte an maßgeblicher Stelle beteiligt waren, obwohl es für diese Prüfungen keine rechtliche Grundlage gab und gibt. 

7. Nachträgliche Festsetzung von nicht mehr erfüllbaren Prüfungsvorgaben, d. h. Prüfungen werden nur anerkannt, wenn ein Amtsveterinär anwesend war. 

Bis auf eine Ausnahme verliefen alle Gerichtsverfahren für die Hundetrainer positiv, so wurde beispielsweise vom Verwaltungsgericht Berlin beschlossen: „Jedenfalls findet das Verlangen …, ein dreitägiges Sachkundegespräch mit einem schriftlichen, mündlichen und praktischen Teil zu absolvieren, im Tierschutzgesetz keine Stütze. Ein Fachgespräch ist keine Berufsprüfung und kann angesichts der Vorerfahrung hier allenfalls ergänzend verlangt werden, wenn der Antragsgegner berechtigte Zweifel an der Sachkunde hat.“ (VG Ber-lin 24. Kammer, Az. 24 L 79.16 vom 14.04.2016 Rz. 19) 

Dieser Beschluss bestätigt viele ähnliche Beschlüsse anderer Verwaltungsgerichte. 

In keinem der Verfahren wurde von den unteren Veterinärbehörden Rechtsmittel eingelegt. 

Der überwiegende Anteil der Verfahren vor den Verwaltungsgerichten endete mit einem Vergleich, bei denen die unteren Veterinärbehörden den klagenden Hundetrainern teils sehr weitgehend entgegenkommen mussten. 

Auch hier stimmten die betroffenen Behörden in allen Fällen dem Vergleich zu. 

Auch viele Hundetrainer stimmten Vergleichen zu, weil ihnen die Risiken von Ablehnungen im Verhältnis zu weiteren möglichen Vorteilen zu groß erschienen. Sie empfanden Druck und Unsicherheit und immerhin ging es hier immer um die beruflichen Existenzen. 

Hundetrainer, die bereits länger bestehende Prüfungen einiger Tierärztekammern und der Industrie- und Handelskammer Potsdam absolviert haben, müssen keine Fachgespräche führen. Dieses führte im vergangenen Jahr zu einem „Run“ auf Vorbereitungslehrgänge und die Teilnahme an den Prüfungen, die bis 2014 noch als Fortbildungsprüfungen zur Extraqualifikation durchgeführt wurden, nun aber „das Mindestmaß an Sachkunde“ darstellen sollten. 

Ebenfalls vom Nachweis der Sachkunde befreit sind alle Tierärzte mit entsprechender Berufserfahrung, obwohl die Tätigkeit eines Hundetrainers zweifelsfrei nicht zu ihrer beruflichen tierärztlichen Ausbildung gehört und auch die Praxiserfahrung als Hundetrainer kaum gegeben sein dürfte. 

Die „entsprechende Berufserfahrung“ reicht also offensichtlich bei Tierärzten aus, nicht jedoch bei Hundetrainern, und dies obwohl es auch zur Bewertung der Berufserfahrung in mehreren Verfahren entsprechende gegenteilige Entscheidungen gab (Bayerische Verwaltungsgerichtshof, Az. 9 CE 15.934 Rz. 16 vom 18.08.2015 und VG Berlin 24. Kammer, 24 K 238.15 Rz. 51 vom 06.04.2016) 

Doch damit nicht genug: viele Tierärzte wurden auch zu „Sachverständigen zur Abnahme des Fachgesprächs“ ernannt, ohne selbst ihre Kompetenz für diese Tätigkeit jemals nachgewiesen zu haben. 

Besonders pikant ist hierbei, dass ein Arbeitspapier zur erforderlichen Sachkunde für Hundehalter der Bundestierärztekammer aus dem Jahr 2003 herangezogen wurde, um das Anforderungsprofil für die Hundetrainer zu erarbeiten. Dieses wurde ausschließlich von Tierärzten formuliert, Hundetrainer waren nicht beteiligt. 

Noch immer, zwei Jahre nach Inkrafttreten des neuen Gesetzes, entscheidet jede untere Veterinärbehörde wie sie will über die Erlaubniserteilungen. Die bestehenden gerichtlichen Beschlüsse werden schlicht nicht beachtet, teilweise nicht einmal zur Kenntnis genommen – auch wenn sie die Vorgaben der bereits erwähnten Arbeitsgemeinschaft Tierschutz deutlich beschränken. 

Die Folgen der fehlenden verbindlichen Vorgaben wurden vom ersten Tag an dem einzelnen Hundetrainer aufgebürdet – so muss jeder, auf sich allein gestellt, gegen unangemessene Forderungen der einzelnen Veterinärämter vorgehen. Gestern wie heute. 

Leider nehmen, aus unserer Sicht, zu viele Hundetrainer an den angebotenen Prüfungen teil, um dem Druck der angedrohten Betriebsuntersagung zu entgehen. Damit besteht aber die Gefahr, dass dieses Verfahren als „allgemein anerkannt“ bezeichnet wird. Entsprechende Aussagen in dieser Richtung von Verantwortlichen in den Behörden liegen bereits vor. 

Tierärzte dürfen niemals die Richtlinien in unserem Beruf vorgeben, sie sind keine Entscheidungsträger hinsichtlich der Ausgestaltung des Berufes Hundetrainerin / Hundetrainer und fachlich nicht kompetent. 

Wir sagen: Der Beruf muss in den Händen derjenigen bleiben, die ihn ausüben – der Hundetrainer! 

In Österreich ist das gleiche beabsichtigte Vorgehen der Regierung durch den Wirtschaftsrat zum Schutz der teils seit vielen Jahren existierenden Gewerbebetriebe erfolgreich verhindert worden, resp. der Gesetzentwurf wurde nach der Äußerung diverser Bedenken zurückgezogen. 

Dieses wurde in Deutschland durch Einbringung eines Nachtrages zur Änderung des Tierschutzgesetzes durch den Bundesrat umgangen. Eine erneute tatsächliche Beratung im Bundestag und eine Überprüfung durch den Normenkontrollrat fand nicht statt.  

Hans-Joachim Czirski 

1. Vorsitzender 


 

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PRESSEMITTEILUNG – Die Schlachtbank‐Politik des Tierschutzes 

PRESSEMITTEILUNG

Download: 160229 Pressemitteilung

Sauensiek, 29.02.2016 

Die Schlachtbank‐Politik des Tierschutzes 

Seit 2 Jahren vollzieht sich eine gewinnbringende Marktbereinigung eines Berufsstandes unter dem Deckmantel des Tierschutzes. Dagegen setzt sich der „Berufsverband professioneller Hundetrainerinnen und Hundetrainer“ („pro Hunde“) für alle in diesem Bereich arbeitenden Personen (Hundetrainer, Hundepsychologen oder Verhaltenstherapeut u.a.) zur Wehr. Er fordert eine klare Handhabung und Umsetzung der Erlaubnisverfahren nach bestehenden und bewährten Verwaltungsvorschriften. Weg von der Anweisungs-Schlachtbank.

Auslöser war vor einigen Jahren die Erkenntnis der Ämter, dass nur gewerbsmäßige Hundetrainer erheblichen Einfluss auf die Ausbildung von Hunden hätten und deswegen „ein Mindestmaß an Sachkunde“ zu fordern sei. Untermauert wurde diese grundsätzlich richtige Feststellung jedoch mit der unbelegten Behauptung, dass das zum Schutz der Tiere geschehen muss. Denn durch diese Formulierung wird nahezu pauschal unterstellt, dass gewerbsmäßige Hundetrainer bisher tierschutzwidrig arbeiten würden. So müssen seit 2013 gewerbsmäßige Hundetrainer eine Erlaubnis für ihre Tätigkeit beantragen. Warum sich diese Erlaubnis nur auf gewerbsmäßige Trainer beschränkt, lässt sich aus tierschutzrechtlicher Sicht nicht erklären.

Obwohl sich die gesetzlichen Regelungen in anderen Bereichen (Tierheimen, Schutzdienstsausbildungsbetrieben, Tierpensionen, Zoohandlungen) bewährt hatten, ging diese Gesetzänderung einigen nicht weit genug. So wurde eine zusätzliche Handlungsvorgabe durch eine Arbeitsgruppe erstellt. Diese war durch Tierärzte stark beeinflusst. In dieser Vorgabe wurden bestimmte Ausbildungsgänge und Tierärzte absolut bevorteilt, indem ihnen die Sachkunde unterstellt wurde. Alle anderen, selbst langjährig tätige Hundetrainer, mussten ihre Sachkunde durch Seminare bei Tierärzten nachweisen. Obwohl die Ausbildung von Hunden und Halter zweifelsfrei nicht zur hochschulischen Ausbildung von Tierärzten gehört.

Von verschiedenen Gerichten wurde diese Handlungsvorgabe wegen der eklatanten Ungleichbehandlung mehrfach bemängelt. Daraufhin wurde im November 2015 eine neue Handlungsvorgabe erstellt. Sinnvoller. Offener für andere Ausbildungen. Zurück zu den ursprünglichen, bewährten Verwaltungsvorschriften. Weg von der Bevorzugung der Tierärzte und bestimmter Ausbildungen.
Während beim ersten Mal die Abstimmung in den Bundesländern nur wenige Wochen gedauert hat, dauert sie nun schon Monate.
Zeiten, in denen Hundetrainerinnen und Hundetrainer weiterhin zu den vormals bevorrechtigten Ausbildungen und Prüfungen unter Androhung der Betriebsschließung gezwungen werden. Wer steht da auf der Bremse? Und vor allem, warum?

Obwohl der Mantel des Tierschutzes mit endgültiger Bestätigung dieser Überarbeitung nun vielleicht passen könnte, auch aus Sicht der Hundetrainer, werden Rufe nach einer erneuten Überarbeitung der Vorschriften laut.
Runde drei der Schneiderei? Bevor Runde zwei beendet werden konnte? Eine so vielversprechende Runde… zu vielversprechend? Liegt es vielleicht daran, dass die Begünstigungen fast alle entfallen? Dass Gleichheit vor dem Gesetz hergestellt werden soll?! Langsam geht der Stoff des Mantels aus, der mal gepasst hat. Aus dem Mindestmaß wird reine Maßnahme zur Marktbereinigung. Denn nun wird auch deutlich, warum es nur gewerbsmäßige Trainer betraf.

Hajo Czirski (1. Vorsitzender von „pro Hunde“): „Es ist ein Skandal, wie Mitbewerber unter dem Deckmantel des Tierschutzes zur Durchsetzung eigener wirtschaftlicher Interessen aus dem Markt gedrängt werden. Wie unter dem Deckmantel des Tierschutzes Menschen in die Erwerbslosigkeit getrieben werden, obwohl die Ausbildung oder Berufstätigkeit teilweise vorher durch öffentliche Mittel gefördert wurde. Wie Menschen mit langjährigen Berufserfahrungen mangelnde Fähigkeiten unterstellt werden. Wie Menschen ihrer ‚Berufung‘ beraubt werden. Wie eine unbewiesene Behauptung solche existenzverachtenden Folgen hat!“

Der Verband professioneller Hundetrainerinnen und Hundetrainer e. V. („pro Hunde“) ist der jüngste und einzige Trainerverband, der über die gesetzliche Forderung hinaus, keine weiteren Anforderungen an die Mitgliedschaft stellt. Und in dem ausschließlich Hundetrainer und Angestellte aufgenommen werden. „pro Hunde“ bietet keinerlei Aus- und Fortbildung und kooperiert auch nicht mit andern Organisationen, um Interessenkollisionen zu vermeiden.
„pro Hunde“ tritt für alle Hundetrainer ein. Der Tierschutz begrenzt uns, nicht Ideologien oder wirtschaftliche Interessen.

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